Ein Darlehen für den Hausbau…
Freitag, 18 September 2009
Die eigenen vier Wände gehören für junge Familien zum vollkommenen Glück dazu. Doch ein Hausbau ist teuer und sprengt meist den finanziellen Rahmen. Deshalb kommt es vor allem auf die richtige Baufinanzierung an, damit das Glück perfekt wird. Der Zeitpunkt für ein Darlehen ist günstig: Die Zinsen sind zurzeit so niedrig, wie schon lange nicht mehr. Doch was muss bei der Hausfinanzierung beachtet werden?
Um die Kosten gering zu halten, kommt es darauf an, unterschiedliche Angebote zeitgleich zu nutzen und sich so eine Baufinanzierung zusammenzusetzen, die zu den eigenen Möglichkeiten und Erfordernissen passt. Die alleinige Finanzierung bei der Hausbank ist in aller Regel der einfachere, aber auch der teurere Weg. Keine Bank der Welt bietet dem Kunden gleichzeitig das günstigste Bausparangebot, die niedrigsten Kredit Zinsen und dazu die besten Versicherungen. Doch ohne die Bank läuft auch nichts: Baufinanzierung ohne langfristiges Hypothekendarlehen ist für die Meisten kaum zu stemmen. Interessant können insbesondere einzelne Bankangebote zur Zwischenfinanzierung sein, wie zum Beispiel tilgungsfreie Kredite kombiniert mit Bausparverträgen oder Versicherungen. Hier können sich insbesondere Bausparverträge lohnen, da durch das Angesparte wiederum zinsgünstige Kredite gesichert werden können. Dazu kann ein Riester Darlehen, das der Staat fördert, Bausparen noch rentabler machen.
Bevor Hausbauer jedoch ein Darlehen abschließt, sollte er vorher eines machen: Er sollte gründlich sein Budget prüfen und genau ausrechnen, wie viel er monatlich von seinem Einkommen abzweigen kann. Dabei sollte er auch noch einen Puffer einkalkulieren, falls unerwartete Mehrkosten entstehen. So weiß er sofort, welches Angebot für ihn annehmbar ist und welches nicht. Hat der Baufinanzierer seine Privatmittel gecheckt, sollte er sich verschiedene Kreditangebote einholen, je mehr desto besser. Er sollte bereits 20 Prozent der Baukosten aus eigenen Ersparnissen bezahlen können. Denn mit dem Eigenkapital sinkt für die Banken das Risiko und umso günstiger werden die Konditionen. Eine Vollfinanzierung kann nur für Hausbauer mit einem großen Einkommen interessant sein. Doch dieser Weg ist in der Regel riskanter, denn je höher der Anteil geliehenen Geldes ist, desto größer ist letztlich die monatliche Belastung für den Bauherrn.
Das Darlehen sollte also sorgfältig ausgewählt werden. Das Internet bietet hier eine hervorragende Möglichkeit, sich einen ersten Überblick zu schaffen und Kontakt zum Kreditgeber aufzunehmen. Dabei sollte sich der Sparer soviel Zeit für seine Planung lassen, bis er sich sicher ist, ein gutes Angebot gefunden zu haben. Dabei gilt: Nicht gleich das erste Angebot annehmen, sondern das günstigste auswählen. Beim Kredit Vergleich kommt es auf den Effektivzins an, denn er enthält bereits den Nominalzins sowie zusätzliche Gebühren und Kosten. Zurzeit sind die Effektivzins-Angebote sehr günstig, bei vielen Banken liegt der Zinssatz unter fünf Prozent, etwa halb so hoch wie vor zehn Jahren. Besonders wichtig ist es, flexible Tilgungsmöglichkeiten bei Vertragsabschluss zu vereinbaren. So kann der Darlehensnehmer seine Tilgungsraten an veränderte Einkommensverhältnisse anpassen. Dazu sollte sich der Kunde eine Sondertilgungsmöglichkeit von mindestens fünf Prozent einräumen lassen. Auch beim Arbeitgeber anfragen lohnt sich, denn gerade große Unternehmen vergeben auch an ihre Mitarbeiter Darlehen zu günstigen Konditionen. Eine weitere gute Geldquelle sind die staatlichen Förderprogramme der KfW-Bank. Über die Programme bietet der Staat Bauherren Kredite zu erniedrigten Zinsen an. Fördermittel rentieren sich fast immer und sollten deshalb auch beansprucht werden. Welche Mittel für in Frage kommen, sollte der Sparer deshalb vorher sorgfältig checken und einplanen.
Quelle: kreditaktuell.com
