Fertighaus… eine gute Alternative ?

Eine Vielzahl von Anbieter für Fertighäuser macht es den Bauherren schwer die einzelnen Angebote miteinander zu vergleichen. Um nun etwas Licht ins Dunkel zu bringen, hat Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen wichtige Informationen in dem Ratgeber „Kauf und Bau eine Fertighauses“ zusammengestellt.

Sich für den Erwerb eines Fertighauses zu entscheiden bietet einige Vorteile. Eine kurze Bauzeit, feste Preise und Termine des Anbieters sowie die Möglichkeit Musterhäuser vorab zu besichtigen.
Es stellt sich aber die Frage, wie man die unterschiedlichen Anbieter und ihre Angebote miteinander vergleichen kann. Und auf was kommt es an wenn man sich für ein Fertighausanbieter entscheiden sollte ?
Dabei geht es von der Grundstückssuche über die Auswahl des einzelnen Anbieters und deren Modelle bis zur Abnahme nach Fertigstellung.

Was übernehmen die Anbieter von Fertighäusern ?

Folgende Punkte geben einen kurzen Einblick in die Tätigkeiten die durch die Fertighausfirma ausgeführt werden sollten.

1. Organisation und Planung:

Übernimmt der Anbieter auch den Bauantrag und liefert auch die Statik ? Kann an Änderungswünsche anbringen und steht dafür ein Architekt zur Verfügung ? Entstehen da weitere Kosten ?

2. Baugrube

Wird, wenn ein Keller geplant ist, die Baugrube ausgehoben und der anfallende Bodenaushub entsorgt ? Wird das Gelände nach der Bauphase wieder verfüllt und nivelliert ?

3. Keller:

Wenn ein Keller geplant ist wird keine Bodenplatte benötigt. Wie sieht es mit den Kosten aus ? Können diese ggf. gespart werden und es wird lieber ein Hauswirtschaftsraum eingeplant. Ist ein Keller geplant sollte man darauf achten, dass dieser aus nach den modernen Baunormen hergestellt wird umso Wasserschäden zu vermeiden.

4. Baustoffe:

Welche Baustoffe werden verwendet. Wie sieht es mit den Anforderung an die EnEV 2014 aus ? Werden diese erfüllt ? Kann man ggf. Kredite der KFW in Anspruch nehmen ? Welche Wärmedämmwerte haben Wände, Dächer und Fenster ?

5. Heizungssystem:

Auf welche Heizungsart wird gesetzt. Werden hier ggf. nachwachsende Energieträger später verwendet ? Wie sieht es mit der Energieausbeutung der gewählten Heizung aus ?

6. Ausbaustufe:

Wird das Haus komplett schlüsselfertig übergeben oder muss / kann der Bauherr noch etwas selbst ausführen ? Diese Art der “ Muskelhypothek „ ist eine Möglichkeit die möglichen Finanzierungskosten zu senken.

7. Leistungsbeschreibung:

Werden in der Leistungsbeschreibung konkrete Markennamen verwendet und auch die Baustoffe spezifiziert ? Oder es im Angebot / Leistungsbeschreibung für Fliesen, Sanitäranlagen, Türen sowie Fenster nur die Bemerkung von „hochwertigen deutschen Markenprodukten“ ?

Und last but not least:

8. Referenzen des Anbieters:

Gibt es den Fertighausanbieter schön länger am Markt ? Wie sieht es mit Referenzobjekten aus und gibt es Erfahrungsberichte anderer Bauherren mit diesem Anbieter.

Es ist weiterhin die Frage ob man zusätzlich einen externen Berater einsetzen sollte um die Bauarbeiten überwachen zu lassen… gemäss dem Motto : Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

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