Immobilienfinanzierung ist nicht immer problemlos
Montag, 5 Juli 2010
Gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise und der Angst vor Inflation investieren sehr viele Menschen in Immobilien, da sie so ihr Kapital schützen wollen. Sicherlich ist dieses nicht die schlechteste Möglichkeit, sein Geld vor der Inflation zu schützen, sofern sich das Objekt in einer guten Lage befindet und die Möglichkeit eines Wiederverkaufs gegeben ist. Doch eine solche Investition lässt sich in der Regel nicht bar bezahlen, so dass sich der Investor Gedanken über seine Immobilienfinanzierung machen muss. Doch diese läuft nicht immer unbedingt problemlos ab.
Kredit kann zur Schuldenfalle werden
Verschiedenster Art können die Probleme sein, die bei der Finanzierung einer Immo auftauchen können. So kann es sich beispielsweise um steigende Preise handeln, so wie es bei der sogenannten Immoblienkrise in den USA der Fall war. Diese war gleichzeitig auch der Auslöser der Weltwirtschaftskrise im Jahr 2008. Banken vergaben Kredite zur Immobilienfinanzierung in Massen, da sie diese dann in Wertpapieren bündelten und schließlich weiterverkauften. Hierdurch sank für die Banken das Risiko und der Anreiz, immer mehr Kredite für Immobilien zu geben, stieg. Erst zu spät merkten sie, dass sie zu wenig auf die Bonität der Kunden geachtet haben. Es kam schließlich zu einer sehr schweren Situation auf dem kompletten Kreditmarkt. Gerade dieses macht deutlich, dass jeder, der Schulden macht, sehr vorsichtig sein sollte, da ein Kredit sehr schnell in die Schuldenfalle treiben kann. Dabei spielt es keinerlei Rolle um welche Art der Finanzierung es sich handelt.
Genau informieren und prüfen
Doch auch dann, wenn ein Investor über eine sehr gute Bonität verfügt, gibt es noch eine Reihe von anderen Aspekten, die er unbedingt berücksichtigen sollte. So beispielsweise die Zinsanpassung. Vor allem die Immobilienfinanzierung ist eine langfristige Sache, bei der die Klauseln im Auge behalten werden müssen. Auch wenn es mittlerweile nicht mehr erlaubt ist, die Zinsen über den Index anzupassen, ist auch schon eine geringe Erhöhung um einen Viertel Prozent nicht unbedingt irrelevant. Ebenfalls sollte bei Vertragsschluss ein mögliches Aussetzen der Tilgung mitvereinbart werden, damit von dieser Möglichkeit im Falle von Arbeitslosigkeit Gebrauch gemacht werden kann. Wichtig ist in jedem Fall, dass sich der Kreditnehmer im Vorfeld genau informiert und alle Vor- und Nachteile und alle Risiken mit berücksichtigt, damit nichts schief gehen kann.
