Was ist eine Tilgungsaussetzung und macht es Sinn ?
Dienstag, 13 Mai 2008
Was ist eine Tilgungsaussetzung?
Wer immer regelmäßig und mit einen festgesetzten Betrag sein Immobilienkredit tilgen möchte, entscheidet sich in der Regel für ein Annuitätendarlehen.
Anders gestaltet sich das Prinzip einer Tilgungsaussetzung. Während der Laufzeit werden nur Zinsen gezahlt und der notwendige Tilgungsbeitrag in einem Kapitalbildungsplan angelegt.
Hierbei soll das Ziel sein, den Ertrag des Kapitalbildungsplanes am Ende der Laufzeit in einer Summe für die Tilgung zu nutzen.
Diese Variante wird von gerne und oft von Versicherungen vermittelt, die somit ein Darlehen in Kombination mit einer Renten- oder Lebensversicherung anbieten.
Parallel zum Kreditvertrag können hier auch fondsgebundene Lebensversicherungen, Bausparverträge oder Investmentfonds zum Einsatz kommen.
Dennoch muss der Darlehensnehmer während der gesamten Laufzeit des Baukredites Zinsen auf die komplette Summe bezahlen.
Kapitalanleger, die steuerbegünstigt sind, fahren mit dieser Variante somit besser. Die regelmäßige Tilgung wäre hier nicht von Vorteil.
Jeder der sich für eine renditestarke Kapitalanlageform entschieden hat, ist hierbei auf der „Siegerstrasse“. Diese Wertsteigerung, die nicht nur dazu dient, das Darlehen endfällig abzulösen, sondern im günstigsten Fall auch noch Überschüsse einbringt.
Daraus resultiert als Fazit:
Die klassische Tilgungsaussetzung lohnt sich nur für Kapitalanleger, die gleichzeitig auch eine Anlageform gewählt haben, die durch eine gute Performance einen finanziellen Vorteil bietet. Sollte sich sogar Verluste einstellen, kann es zu einer teuren Nachfinanzierung kommen.
