Kleinkredit, Baufinanzierung, Bausparvertrag…

Drei verschiedene Möglichkeiten sich Geld von der Bank zu leihen, doch wo genau liegen die Unterschiede?
Der gravierendste ist wohl die Summe, die man sich von der Bank leiht, bei einem Kleinkredit sind das meist nur bis maximal 50.000€, bei einer Baufinanzierung kommt man schnell auf ein mehrfaches, ebenso bei der Finanzierung über einen Bausparvertrag.

Ein normaler Kredit eignet sich also nur, um beispielsweise Instandhaltungsarbeiten am Wohneigentum zu finanzieren. Allerdings ist man auch hier mit einem Bausparvertrag meist besser beraten. Die Vorteile von günstige Kleinkrediten sind die schnelle Verfügbarkeit und daß bei kleineren Summen meist auf Sicherheiten verzichtet wird. Auch muß keine Mindestanlagesumme wie beim Bausparer vorhanden sein.

Eine komplette Finanzierung des Bauvorhabens werden die wenigsten Banken mitmachen, meist ist hier Eigenkapital die Voraussetzung um an einen Baukredit zu kommen. Das liegt auch daran, daß meist die Grundschuld als Sicherheit für die Bank eingetragen wird und der daraus entstehende Sicherheitswert nicht die Höhe einer Vollfinanzierung abdecken würde. Bei entsprechenden Sicherheiten ist aber auch eine Vollfinanzierung bzw. eine Finanzierung ohne Eintragung einer Grundschuld möglich.

Der Bausparer ist die Lösung für alle, die erst in einiger Zeit Eigentum erwerben oder Bauen wollen. Hier spart man eine gewisse Summe an und erhält ein zinsgünstiges Bauspardarlehen, sobald der Mindestsparbetrag erreicht ist. Die Darlehenszinsen liegen meist deutlich unter den Zinsen bei der klassischen Baufinanzierung. Ein weiterer Vorteil des Bausparers ist die Möglichkeit in Niedrigzinsphasen die guten Konditionen für die Zukunft zu sichern, da die Darlehenszinsen schon bei Vertragsabschluß festgelegt sind. Zur Geldanlage eignet sich ein Bausparvertrag aufgrund der niedrigen Verzinsung aber eher nicht.

Zusammengefaßt läßt sich also sagen, daß die Entscheidung abhängig vom Zeitpunkt des Bauvorhabens fällt. Soll kurzfristig Geld zur Verfügung stehen wird die klasische Baufinanzierung das Mittel der Wahl sein. Hat man bereits viel Eigenkapital angesammelt oder noch Zeit bis zum Bau, bietet sich ein Bausparvertrag an. Dieser kann teilweise auch mit einer Einmalzahlung bis zum erforderlichen Bausparguthaben aufgefüllt werden, einige Anbieter bestehen aber auf einer Mindestlaufzeit vor Zuteilung des Bauspardarlehens.

Egal für welche Variante man sich entscheidet, bei der Wahl sollte man nicht nur den reinen Zinssatz im Auge haben. Zusätzliche Gebühren können diesen schnell verfälschen, deswegen sollte man immer die Gesamtkosten berechnen lassen und vergleichen.

Auch die Absicherung sollte nicht zu kurz kommen, für den Fall von Erwerbsunfähigkeit oder gar den Todesfall sollte vorgesorgt werden, so daß auch dann die Raten bezahlt werden können. Viele Anbieter schnüren hier auch Pakete, ein Vergleich lohnt aber auch an dieser Stelle.

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